Flötzersteig
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Bahnhof Hinterstoder-Ort und Ort - Schiederweiher - Dietlgut - Baumschlagerreith - Steyrursprung Der Flötzersteig Hinterstoder war bis etwa 1950 in seiner ursprünglichen Verwendung aktiv, bis dahin war...
Bahnhof Hinterstoder-Ort und Ort - Schiederweiher - Dietlgut - Baumschlagerreith - Steyrursprung
Der Flötzersteig Hinterstoder war bis etwa 1950 in seiner ursprünglichen Verwendung aktiv, bis dahin war das Wasser das wichtigste Transportmittel für die Holzbringung aus dem Stodertal. Über Jahrhunderte wurde das Holz zu den Eisen verarbeitenden Betrieben im Steyrtal und seiner Umgebung per Wasserkraft transportiert (gefletzt). Der Berufsstand der Flötzer vollbrachte diese äußerst gefährliche Arbeit entlang des Wassers.
Viele Abschnitte des Flötzersteigs führen heute noch auf den alten Wegstrecken der Flötzer, die in der damaligen Zeit zum "Fletzen" mit viel Aufwand, Geschick und Mut angelegt wurden.
Der Flötzersteig in heutiger Form startet an der Steyrbrücke, direkt an der B 138, in St. Pankraz. Auch vom Bahnhof Hinterstoder kommt man problemlos zu diesem Ausgangspunkt.
Der erste Kilometer verläuft linksseitig der Steyr auf der Stodertaler Landesstraße. Ein riesiger Stein mitten im Fluss lenkt schon kurz vor dem Sperrhäusl die Aufmerksamkeit auf sich. Wer genau schaut, kann sogar die Verankerungen im Stein entdecken, welche anno dazumal für die Fixierung der Sperrrechen notwendig waren. Diese dienten dazu, die Stämme zu sammeln, bevor das Holz gebündelt weitertransportiert wurde. Beim Sperrhäusl überquert man die kleine Brücke und man gelangt auf den Originalsteig des Flötzersteigs.
Charismatisch und natürlich präsentiert sich der kleine Weg entlang der Steyr, der noch mit einigen Natur- und geschichtlichen Gustostücken wartet. Die nächste kleine Entdeckung wird „Pechhäusl“ genannt. Eine kleine Hütte, welche den Namen der ehemals innewohnenden Pechbrennerei verdankt.
Es geht weiter immer gemütlich und schön schattig am Karrenweg, vorbei am Godnhäusl beim Reschen und nach einer kurzen Steigung, wieder abwärts zur Landesstraße.
Dabei ergeben sich beeindruckende Ausblicke auf die Nord- und Ostflanken des Kleinen Priels (2.136 m).
Nachdem der Flötzersteig die Schrattentalerbrücke überquert, geht es linksseitig der Steyr auf einer Schotterstraße gleichmäßig und schattig entlang.
Bald passiert der Flötzersteig in den Auen der Steyr die Eistererhütt’n und das Mundlhaus und nach wenigen Minuten erblickt man den Stampfsteg mit der Märchenrubbelstation der Stodertaler Zwerge auf der gegenüberliegenden Flussseite. Der Weg steigt zum Karlbaueranger kurz an, erreicht das Karlbauergut und schwenkt beim nächsten Bauernhof, dem Gütlergut, wieder in eine Schotterstraße ein.
Vorbei an der Dörrhütte und entlang des Abhangs des Kleinen Priel findet man wieder einen idyllischen Steig unter schattenspendenden Buchen und Fichten. Bald fängt man an das gewaltige Tosen des Stromboding-Wasserfalles wahrzunehmen. Man sieht, mit welcher Gewalt das Wasser, hier über Jahrtausende durch die Felsen "gebrochen" ist. Auch kann man gut erahnen, welche "Schlüsselstelle" dies für die Flötzer war und welch körperliche Herausforderung die Stromboding darstellte. Es lohnt sich hier innezuhalten.
Der Flötzersteig steigt leicht an und man erreicht bald darauf den Zugang zur Kreidehöhle (der kurze Abstecher lohnt sich), mit der Märchenrubbelstation der Stodertaler Zwerge.
Man überquert den Schwarzbach, welcher bei einem Gewitter schon zu einem stattlichen und reißenden Bach werden kann, und gelangt so in den Talboden des Stodertals.
Vorbei an der Kneippanlage und dessen „Stoderzeit Organuhr“ erreicht man das Ortszentrum von Hinterstoder. Das Alpineum ist wirklich ein lohnender Zwischenstopp und führt jedem eindrucksvoll die Geschichte des Stodertales, mit dem Leben der Flötzer und Holzknechte, die Entstehung des Skisportes, sowie die Dramatik der Berge, vor Augen.
Zurück auf dem Flötzersteig geht es über gemütliche Auwiesen zum Landschaftsjuwel Schiederweiher, dem meist fotografierten Motiv im Stodertal.
Immer wieder beeindruckende Blicke auf die Spitzmauer und den Großen Priel, bevor es durch die Klinserau, Richtung Dieltkapelle geht. Ständig bietet der Flötzersteig sensationelle Ausblicke auf die einem fast umrundende, gewaltige Gebirgskulisse des Toten Gebirges. Am Dietlgut vorbei, ins immer enger werdende Tal hinein und den Felsen des Scheiblingsteines im Blick, kommt man zur Gaststätte Baumschlagerreith.
Von hier sind es nur mehr ein paar Minuten bis zur beeindruckenden Quelle des Flusses Steyr. Aus vielen hunderten Löchern entspringt die Steyr und ist innerhalb von wenigen Metern ein beachtliches Flüsschen.
Hier hast du es geschafft: Die gesamte Länge des Flötzersteigs mit den geschichtsträchtigen Plätzen und den beeindruckenden Naturschauspielen ist begangen. Setzt dich hin, halte die Füße in das erfrischende und belebende Wasser und genieße den Moment. Das hast du dir wahrlich verdient.
Gastronomie in Hinterstoder, Polsterstüberl, GH Baumschlagerreith
Wanderkarte Pyhrn-Priel erhältlich in allen Pyhrn-Priel Tourismusbüros!
Oui
A9 Pyhrnautobahn – Abfahrt St. Pankraz – rechts und dann gleich wieder links zum Bahnhof
Webcams de la tournée
Activités le long du parcours
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