Eine Gedenkstätte für die Menschlichkeit.
Nach einer Initiative von Kons. Herbert G. Brandstetter hat die Marktgemeinde Mauerkirchen eine Gedenkstätte für das in und um Mauerkirchen bestandene amerikanische Entlassungslager errichtet.
Vom Mai bis September 1945 waren durch dieses Lager an die 200.000 deutsche Wehrmachtsangehörige „in die Freiheit geschleust“ worden. Sie haben hier ihre Entlassungspapiere bekommen.
Eine Gedenkstätte für 18 Wehrmachtssoldaten
Im Entlassungslager sind 18 deutsche Wehrmachtsangehörige durch Unfall oder Krankheit verstorben. Sie wurden im Kriegerfriedhof St. Florian beerdigt. Auf einer Tafel wird in der Gedenkstätte an diese 18 Soldaten namentlich erinnert. Symbolisch wird an die verstorbenen Soldaten auch mit 18 Großwürfeln aus Granitsteinen gedacht, die aus der ebenmäßig geformten Fläche des Sockels hervortreten.
Eine Gedenkstätte für die Menschlichkeit
Mit ihren 32 Helferinnen sorgte die damalige Ortsstellenleiterin des Roten Kreuzes, Maria Hafner, dafür, dass es zu keiner humanitären Katastrophe kommen konnte. Sie versorgten die tausenden von Soldaten mit Lebensmitteln, Wäsche, Verbandsmaterial, Medikamente und Hygienemitteln. Hafner wurde deshalb oftmals als „Engel der 6. Armee“ bezeichnet.
Eine Gedenkstätte als Mahnmal für den Frieden
Mit der Dokumentation der Geschichte des Entlassungslagers, werden die Auswirkungen des schrecklichen Krieges auf die unmittelbare Umgebung von Mauerkirchen aufgezeigt. Der unter den Namen der 18 im Lager verstorbenen Soldaten befindliche Text: „Die Toten mahnen: Nie wieder Krieg!“ soll die Nachkriegsgenerationen zum Frieden ermahnen.