Video: © AustroDrones, 2014
Der Quelltuffhang liegt am Westende der in mehrere Zungen aufgelösten, späteiszeitlichen Lingenauer Schotterterasse.
Darunter bilden Sandsteine und Kon- glomerate der Weissach-Schichten (Nagelfluh) einen Steilabfall von ca. 40 Höhenmetern bis zur Subersach. Nagelfluh ist auch am Beginn des Lehrpfades zwischen den Tuffwänden stellenweise erkennbar.
Für die Entstehung des Kalkgesteines im Quelltuffhang sind 2 Prozesse verantwortlich:
Das Wasser nimmt auf seinem Weg durch den mächtigen Schotterkörper den Kalk auf. Diese kalkübersättigten, harten Quellwässer fließen aus den zungenförmigen Enden der Lingenauer Schotterterrasse.
Bei Luftkontakt scheiden sie Kalksinter ab. Spezialisierte Moose, Algen und Bakterien entziehen an den Quellaustritten dem Wasser Kohlendioxid – auch dies führt zu vermehrtem Aus- fallen von Kalk und dessen Ablagerung als echter Quelltuff.
Kalksinter und echte Quelltuffe bilden hier meterhohe, pilzförmige Felswände und Sinterbecken.
Das anfänglich durch Verunreinigungen von Eisenoxiden honiggelbe bis rost- rote Kalkgestein ist aufgrund der jahreszeitlich gleichmäßigen Wasserführung in den 3 Hauptrinnsalen von ca. 5 l/sec. vor Frost geschützt und somit standfest.