Von Sportgastein über den Zittrauer Tisch nach Böckstein
Niveau de difficulté: T3
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Es gibt natürlich kürzere Wege vom Nassfeld (Sportgastein) in den alten Bergwerksort Böckstein, aber keiner ist so aussichts- und abwechslungsreich, wie die Alpintour über den Zittrauer Tisch (2463 m)....
Es gibt natürlich kürzere Wege vom Nassfeld (Sportgastein) in den alten Bergwerksort Böckstein, aber keiner ist so aussichts- und abwechslungsreich, wie die Alpintour über den Zittrauer Tisch (2463 m). Die ganze Bergprominenz der Goldberggruppe, vom Silberpfennig bis zum Sonnblick, breitet sich da vis-a-vis in Augenhöhe aus. Die Namen lassen unschwer die Bedeutung für den Bergbau erkennen, der im 15. Jahrhundert seinen Höhepunkt erreichte. Ein Zentrum des Goldbergbaus war Altböckstein, in dem unsere Überschreitung endet. Mit etwas Glück schwebt dann auch noch einer der mächtigen Bartgeier aus dem Rauriser Krumltal durch das Bild. Die Aufmerksamkeit sollte aber auch dem Weg gelten, besonders der steile Auf- und Abstieg über den Zittrauer Tisch erfordert trittsicheres und schwindelfreies Gehen. Dazwischen sorgen zwei Einkehrstationen, die Bockhartseehütte (1917 m) und die Zittrauer Alm (1872 m), für kulinarische Höhepunkte.

Neben der Bushaltestelle Sportgastein Goldbergbahn bietet der Info-Kiosk des Nationalparks Hohe Tauern einen ersten Überblick. Der Einstieg in den einstündigen Weg zur Bockhartseehütte befindet sich schräg rechtsgegenüber der Gastwirtschaft Valeriehaus. Nach dem steilen, 1-stündigen Anstieg zur Bockhartseehütte, verliert der Weg wieder 60 Höhenmeter und verläuft über die Staumauer. Die geschickt mit Erdreich getarnte Mauer muss immerhin dem Druck von knapp 20 Mio. m³ Wasser standhalten. Der Weg führt durch die blühende Alpinflora rasch bergauf und nun zeigt sich neben dem 45 ha großen unteren Stausee auch ganz kurz der kleine Obere Bockhartsee. Kurz nach der breiten Miesbichlscharte (2237 m) verzweigen sich die Wege: der linke Pfad führt in das Angertal, der rechte peilt über den Zittrauer Tisch den „Stubnerkogel“ (Weg 111) an. Es folgt ein etwas mühsamer Abschnitt über Blockwerk, an den sich der schmale Gratverlauf auf den Zittrauer Tisch anschließt. Er sieht aber von unten dramatischer aus, als er dann in Wirklichkeit ist. Erholsam ist der breite Weg hinüber zum benachbarten Tischkogel (2409 m), bevor dann wieder ein kurzer steiler Abstieg über den Ostgrat (Weg 130) Richtung Zittrauer Alm folgt. Vor der Alm zweigt der knapp zweistündige Weg nach Böckstein nach rechts ab, der immer mehr auf die steile Südseite quert, aber zumeist im schattigen Wald verläuft.
Oui
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T3
Mag. Christian Heugl
5400 Hallein
christian.heugl@gmail.com
Bildnachweis: Christian Heugl
Tipp 2: Besuch des Montanmuseums in Altböckstein. https://montanmuseum-boeckstein.at/
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