Das Raabser Grenzlandmuseum wurde 1984 von der Stadtgemeinde Raabs unter dem damaligen Kulturstadtrat Othmar Knapp gegründet.
Das Museumsgebäude wurde von der Raiffeisenkasse Raabs erbaut. Unter dem Motto "6.000 Jahre Ackerbau an der Thaya" werden die Gemeindegebiet gefundenen jungsteinzeitlichen Steinbeile, mittelalterliche Bodenfunde, verbliebene Inventargegenstände der Burg Raabs sowie diverse land- und forstwirtschaftliche Geräte zur Schau gestellt.
1998 wurde das Museum neu adaptiert. Angesichts des sprunghaften Anstiegs der archäologischen Funde in der Umgebung wurde ein Raum der "Geschichte aus dem Boden" gewidmet. Eingerichtet wurde er von Dr. Kurt Bors, der seit 1987 in diesem Gebiet in der archäologischen Landesaufnahme und der Lokalisierung der verschwundenen mittelalterlichen Orte tätig ist.
Zum 2. Ausstellungsthema wurde anlässlich des Jubiläums im Jahre 2000 "900 Jahre Burg und Markt Raabs" gewählt und ist der geschichtlichen Entwicklung des Marktes bis zur Stadterhebung im Jahre 1926 gewidmet.
Die Sonderausstellung des Jahres 2008 findet zum Thema "Fern der Heimat - Internierungslager in der Gemeinde Raabs während des Ersten Weltkrieges" statt.
Diese Ausstellung dokumentiert damit ein vergessenes Kapitel aus der Geschichte des Waldviertels und der Geschichte der Großgemeinde Raabs: Die Internierung von Zivilisten aus dem Ausland, von Staatsbürgern der österreichisch-ungarischen Monarchie und von deportieren Zivilisten in den von der k.u.k. Armee besetzten Gebieten aus Ost- und Südosteuropa.
Öffnungszeiten:
MO bis DO 08:00-12:00 und 13:00-15:30 Uhr
FR 08:00-12:00 Uhr
Der Schlüssel ist am Gemeindeamt erhältlich!