Die Kirche wurde in den 50er und 60er Jahren unter der Leitung von Pfarrer Josef Elter in Zusammenarbeit mit der Gemeindebevölkerung neu und größer gebaut. Dabei wurde das traditionelle Gebäude mit einem modernen Bau verbunden.

Bemerkenswert ist die Raumgestaltung dieser „neuen Kirche“, ein stützloses Kirchenschiff mit bemerkenswerter Faltdeckenkonstruktion aus Holz, einem Granitblock als Hauptaltar und außergewöhnlich symbolträchtigen Fenstern.

Im Innenraum finden sich unter Werken anderer Künstler auch Plastiken und Skulpturen von Pfarrer Josef Elter. Zu den bedeutendsten Kunstwerken zählt das Auferstehungskreuz und das „Gemeindeschiff“.

Eines der eindrucksvollsten Werke Elters ist das Auferstehungskreuz. Nicht Christus am Kreuz hängend wird gezeigt, sondern Christus als der Auferstandene. Das Auferstehungskreuz entstand aus einem in dieser Form gewachsenen Kricherlbaum.

„Die offene linke Hand weist mit ihrer Form hin auf den Ostersonntag, während die rechte, die geschlossene Hand mit dem Nagel, uns an den Karfreitag erinnert. Wie es im Menschlichen Leben ist: Leid und Freude, Karfreitag und Ostersonntag.“

Eine weitere eindrucksvolle Plastik ist „Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt“. Das zwei Meter hohe Relief aus Bronze nach dem Motto „Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt, fährt durch das Meer der Zeit. Das Ziel, das ihm die Richtung weist, heißt Gottes Ewigkeit...“

Zahlreiche, kirchliche Symbole wie der Anker (Hoffnung), der Fisch (Christsein), das Herz (Liebe) oder das Kreuz (Glaube) und viele mehr sind in dieser Plastik vereint.

Weit über seine Grenzen hinaus ist auch die gute Akkustik der Pfarrkirche Bad Traunstein bekannt. So kommen jedes Jahr zahlreiche Chöre um in der Kirche gemeinsam zu singen.

In der angeschlossenen, frühgotischen Kapelle, befindet sich eine Ikone und in deren Bereich ist auch das „Buch der freien Meinungsäußerung“.

Warum die Kirche am Fuß des Wachtsteins steht?

…es war einmal vor langer Zeit, da kamen die Bewohner von Traunstein und Spielberg überein ungefähr in der Mitte, in der Nähe des Kegelbaches, eine Kirche zu errichten. Kirche 8.JPGMit vereinten Kräften gedieh das Bauwerk gleich am ersten Tag vortrefflich und die Leute waren guter Dinge. Als sie aber am zweiten Tag weiterbauen wollten, fanden sie die Baustelle leer und die angefangene Kirche stand wieder unterhalb des Wachtsteines.
Mit viel Mühe wurde alles Material wieder zum Kegelbach gebracht und dort weitergebaut. Die Enttäuschung war groß als auch am nächsten Tag das Bauwerk auf der Höhe stand. Unverdrossen schafften sie alles nochmals ins Tal und fingen den Bau von vorne an. Als die Kirche das dritte Mal auf den Berg gewandert war, berieten die Leute lange hin und her und kamen zu der Überzeugung, dass eine höhere Macht es so wollte. Sie bauten die Kirche ungestört fertig und der 1962 vollendete Neubau zeigt, dass dort der schönste Kirchenplatz weit und breit ist…

bergfex