Weitblick Rundtour Gräche
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Grächen – Hannigalp – Panorama-Aussichtspunkt – Grächnersee – Grotte – GrächenStart in Grächen: Tradition und NaturerwachenDie Wanderung nimmt ihren Anfang im Herzen von Grächen (ca. 1619 m ü. M.), einem...
Grächen – Hannigalp – Panorama-Aussichtspunkt – Grächnersee – Grotte – Grächen
Start in Grächen: Tradition und Naturerwachen
Die Wanderung nimmt ihren Anfang im Herzen von Grächen (ca. 1619 m ü. M.), einem Dorf, das für seine sonnige Lage und seinen familienfreundlichen Charakter bekannt ist. Beim Verlassen des Dorfkerns passierest du die charakteristischen sonnenverbrannten Walliser Holzhäuser und Stadel auf Stelzen (sogenannte "Spycher"), die von einer langen landwirtschaftlichen Tradition zeugen. Die Atmosphäre ist oft noch ruhig am Morgen, und die frische Bergluft belebt die Sinne. Je nach genauem Startpunkt im Dorf führt der Weg vielleicht an der alten Dorfkirche vorbei oder durch schmale Gassen, bevor er sich dem Waldrand nähert.
Der idyllische Waldweg: Eintauchen in die Natur
Schon bald lässt man die letzten Häuser hinter sich und tauchen in einen angenehm schattigen Lärchen- und Arvenwald ein. Der Weg hier ist oft ein breiterer Forstweg oder ein gut ausgebauter Wanderpfad, der sich sanft ansteigend durch den Wald schlängelt. Je nach Jahreszeit können hier Alpenrosen, Heidelbeersträucher oder verschiedene Pilzarten entdecken werden.
Der steile Zickzack-Anstieg: Herausforderung mit Aussicht
Nach einer Weile wird der Weg merklich steiler und schmaler. Er wandelt sich in einen klassischen Bergpfad, der sich nun in zahlreichen, oft engen Serpentinen (Kehren) den Hang hinaufwindet. Dieser Abschnitt fordert Kondition und Trittsicherheit. Der Untergrund kann steinig und wurzlig sein. Durch die Bäume hindurch erhascht du immer wieder erste vielversprechende Blicke ins Tal und auf die gegenüberliegenden Bergflanken. Jeder gewonnene Höhenmeter wird mit einer sich erweiternden Aussicht belohnt.
Hannigalp: Erste Rast und Bergpanorama
Schliesslich erreichen Sie die Bergstation der Hannigalp-Gondelbahn (ca. 2114 m ü. M.). Hier oben erwartet dich ein Bergrestaurant mit toller Terrasse. Die Hannigalp ist ein beliebtes Ausflugsziel und bietet bereits eine beeindruckende Aussicht, insbesondere auf die Mischabelgruppe mit dem Dom, dem höchsten ganz in der Schweiz gelegenen Berg. Nutze die Gelegenheit für eine kurze Rast, füllen deine Wasserflaschen oder geniesse einen ersten Kaffee mit Blick auf die Gipfel.
Der letzte Aufstieg: Zum Gipfel des Genusses
Für den wirklich umfassenden Weitblick lohnt sich der weitere Aufstieg von der Hannigalp-Station zu einem der nahegelegenen höheren Aussichtspunkte (z.B. Richtung Hohtschuggen oder ein anderer markierter Panoramapunkt, oft nochmals ca. 150-250 Höhenmeter). Der Pfad kann hier alpiner werden, führt über offene Grashänge, gespickt mit Steinen. Die Vegetation wird karger, typisch für alpine Höhenlagen.
Die Belohnung: Ein Panorama der Superlative
Oben angekommen erwartet dich die ultimative Belohnung: ein Bänkli mit ein wahrhaft spektakulärer Panoramablick auf die Walliser Alpen. Die Aussicht ist überwältigend und umfasst eine beeindruckende Parade von Viertausendern:
- Im Süden und Südosten: Die majestätische Mischabelgruppe mit Dom (4545 m), Täschhorn, Lenzspitze und Nadelhorn. Oft ist auch das Allalinhorn und das Strahlhorn gut zu erkennen.
- Im Südwesten: Das markante Weisshorn (4506 m), eines der formschönsten und imposantesten Berge der Alpen, oft flankiert vom Bishorn. Bei sehr klarer Sicht kann weiter entfernt die Spitze des Matterhorns (4478 m) zwischen den anderen Gipfeln hervorlugen, auch wenn es von hier aus nicht seine berühmteste "Toblerone"-Form zeigt.
- Im Westen und Nordwesten: Blicke ins Saastal und möglicherweise auf Teile der Berner Alpen in der Ferne, je nach genauem Standpunkt und Wetter.
- Im Norden: Die Sicht reicht über das Rhonetal und die tieferliegenden Täler.
Nehmen Sie sich Zeit, dieses Panorama auf sich wirken zu lassen. Die Stille (abseits der Bergstation), die Weite und die schiere Grösse der Berge sind tief beeindruckend. Eine Sitzbank lädt zum Verweilen und Staunen ein.
Der Abstieg: Vom Panorama über den Grächnersee zurück ins Dorf
Nachdem Sie das atemberaubende Panorama ausgiebig genossen haben, beginnt der Abstieg. Zuerst geht es wieder steil den bereits bekannten Pfad hinunter zur Bergstation Hannigalp.
Von der Hannigalp zum Grächnersee: Idyllische Einkehr
Von der Hannigalp folgen du nun der Beschilderung talwärts in Richtung Grächnersee (oft auch als "Spielplatzsee" oder im Kontext des Restaurants "Restaurant zum See" bekannt). Dieser Weg ist in der Regel gut ausgebaut und führt dich durch alpine Wiesen und später wieder in lichter werdenden Lärchenwald. Nach einer angenehmen Abstiegszeit erreichen du den idyllisch gelegenen Grächnersee. Hier bietet sich eine wunderbare Gelegenheit zur Einkehr im "Restaurant zum See"
Lourdes-Grotte.
2min von dem Restaurant in Richtung Grächen befindet sich die Grotte im Wald.
Der Endspurt zum Dorfplatz: Zurück in Grächen

Gute Wanderschuhe mit Profilsohle, wetterangepasste Kleidung (im Gebirge kann das Wetter schnell wechseln), Sonnenschutz, ausreichend Wasser und Proviant (auch wenn Einkehrmöglichkeiten bestehen). Wanderstöcke können im steilen Gelände (Auf- und Abstieg) hilfreich sein.
Grächen Dorf
SBB Grächen Zentrum
Viele Parking Möglichkeiten
Schwierigkeitsgrad: Mittel (T2-T3), wobei der Aufstieg anspruchsvoller ist als der hier beschriebene Abstieg über den See. Trittsicherheit ist dennoch auf allen Abschnitten wichtig.
Reine Wanderzeit: Für die gesamte Rundwanderung (Grächen - Hannigalp - Aussichtspunkt - Grächnersee - Grotte - Grächen) sollten Sie ungefähr 4 - 6 Stunden einplanen, je nach Tempo, Pausen und Dauer des Aufenthalts am Aussichtspunkt und im Restaurant.
Varianten: Die Tour kann auch in umgekehrter Richtung begangen werden oder durch Nutzung der Hannigalp-Gondelbahn für den Auf- oder Abstieg verkürzt werden.
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