Von Tanna zum Haus des gelehrten Bauern
Der Name der Kleinstadt Tanna geht offensichtlich auf einen auffallenden Einzelbaum zurück und heißt 1240 Tan, 1310 bereits wie heute Tanna (Ersterwähnung 1232). Sie ist als deutsche (fränkische) Gründung...
Der Name der Kleinstadt Tanna geht offensichtlich auf einen auffallenden Einzelbaum zurück und heißt 1240 Tan, 1310 bereits wie heute Tanna (Ersterwähnung 1232). Sie ist als deutsche (fränkische) Gründung anzusehen. 1494 wird Tanna als Stadt bezeichnet. Sie liegt in einer flachen Mulde in einer Höhe von 545 m ü. NN. Durch die Stadt fließt die Wettera, ein Nebenfluss der Saale.
►►► Vom Parkplatz an den Leitenteichen aus wandern wir über den Teichdamm und folgen der Markierung Tanne (Tanna – Rundweg) nach links. Hinter der Wiese biegen wir nach links ab (Gefeller Steig), der durch den Kämmera-Wald führt. Wir überschreiten die Wettera, gehen jetzt leicht bergan und überqueren die stillgelegte Bahnlinie.
►►► An der Wegegabel gehen wir geradeaus (nach rechts zur Pechhütte und zur B 2) und verlassen an der spitzen Gabelung den Gefeller Steig nach links (ganz links aufwärts führt ein Rasenweg zum Rosenbühl, 653 m, Schutzhütte). Auch an der Kreuzung mit einem breiten Forstweg (637 m, höchster Punkt der Wanderung) wenden wir uns nach links und gehen an der folgenden Kreuzung geradeaus. Nach wenigen hundert Metern stehen wir an der Feldflur von Rothenacker, gehen an einem Wäldchen vorüber und kommen hinab in das Dörfchen Rothenacker (553 m, 1402 Rotenakker).
►►► Am Dorfplatz steht das Fachwerkhaus des vogtländischen gelehrten Bauern Nicolaus Schmidt, genannt Künzel, der zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges lebte. (Anm. des Verfassers: Leider gibt es Stand Mai 2022 am Museum keinerlei Hinweise auf Öffnungszeiten oder zum gelehrten Bauern selbst. Besuchszeiten müssen vorher vereinbart werden. Das ist nicht mehr zeitgemäß.)
►►► Wir verlassen den Ort in Richtung Tanna, überqueren an der Ottenmühle die Wisenta und wandern nach Willersdorf (Willersdorf (565 m, von Wilhelm). Vom Ortsrand laufen wir links auf dem schmalen Weg zum Wald und biegen sofort nach rechts ab (Rasenweg), ebenso an der nächsten Gabelung (rotes Dreieck, Saale-Orla-Weg). Wir überschreiten den Bahndamm (rechts nach der Wegegabel ein ehemaliger Marmorbruch).
►►► Der Weg führt dann im Wald abwärts zu den bekannten Leitenteichen und weiter zum Parkplatz. Die Teiche (Bademöglichkeit) wurden Anfang der sechziger Jahre angelegt. Das mittelhochdeutsche „lite“ bedeutet Berghang.
Dieter Kögler, Wanderungen der Volkssolidarität Oberland e.V.
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