Waldpark Riede (Bad Emstal-Riede, Naturpark-Rundweg 1)
Auf dem höchsten Punkt der Strecke befindet sich die "Riedsche Tränke", ein Rastplatz mit einem fantastischen Fernblick auf die markanten Basaltkegeln des Chattengau.
Bad Emstal-Riede, Steinweg
Nächste Haltestelle
Bad Emstal-Riede: Bus 151, Bus 153, Bus 155
www.nvv.de
Die „Kleine Wilhelmshöhe“ von Riede
Von 1443 bis 1810 war Schloss Riede im Besitz der Familie von Meysenbug. Der letzte Vertreter dieses Adelsgeschlechtes, Heinrich von Meysenbug, war Landrat für vier nordhessische Ämter und zugleich ein Mensch der Aufklärung. Er war neuen Gestaltungsformen sehr aufgeschlossen und bot bedeutenden Künstlern und Philosophen Aufenthalt in seinem Schloss. Mit deren Arbeiten verwirklichte von Meysenbug seinen nach englischem Vorbild konzipierten Schloss- und Landschaftspark, dessen einzelne Bestandteile im Wald verstreut sind und noch heute faszinieren.
Vor Ort wirkte u.a. der Architekt Heinrich Christoph Jussow, der wesentlich für die Gestaltung der Wasserspiele im Bergpark Wilhelmshöhe und den Bau der Löwenburg verantwortlich war. Heinrich von Meysenbug wurde bezeichnet als„…ein Edelmann der alten Schule, reich, freigiebig bis zur Verschwendung, prunksüchtig, etwas großtuerisch, dabei unverehelicht (…). Er, der letzte seines Stammes, war ein liebenswürdiger Lebemensch. Er wollte als solcher nichts weiter, als sein Leben mit seinen Freunden genießen und dann mit Glanz eines Edelmannes von der Welt abtreten.“
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