WH - Auf historischen Wegen
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Erlebt auf dem rund 20 Kilometer langen „Historischen Radweg“ die spannende Geschichte der Region um Wolfhagen – per Fahrrad, mitten durch schöne Landschaften und immer wieder mit faszinierenden Einblicken...
Erlebt auf dem rund 20 Kilometer langen „Historischen Radweg“ die spannende Geschichte der Region um Wolfhagen – per Fahrrad, mitten durch schöne Landschaften und immer wieder mit faszinierenden Einblicken in eine fast vergessene Welt.
Die Tour führt euch zu geschichtlich interessanten Orten und folgt vor allem den Spuren ehemaliger Wüstungen. Viele dieser Dörfer bestanden bereits lange vor der vermutlich um 1223/25 erfolgten Gründung der Stadt Wolfhagen. In den unruhigen Zeiten des Hochmittelalters dürften ihre Bewohner die Sicherheit der Wolfhager Stadtmauern gesucht und sich schließlich dauerhaft in der Stadt niedergelassen haben.
Die Strecke ist teilweise identisch mit dem vom Heimat- und Geschichtsverein Wolfhagen initiierten Eco Pfad Kulturgeschichte Wolfhagen. Insgesamt erzählen euch 16 Tafeln entlang der Route anschaulich von der Geschichte der einzelnen Orte. Wenn ihr mögt, könnt ihr die Tour bequem in zwei Abschnitte unterteilen.
Eure RouteEuer Startpunkt ist der Wolfhager Bahnhof an der Kreuzung Bahnhofstraße / Schützeberger Straße. Nur wenige Meter entfernt erreicht ihr die erste Station, das ehemalige Judenbad. Von dort fahrt ihr in die Landsberger Straße Richtung Elmarshausen. Schon nach 250 Metern erwartet euch die nächste Tafel des Eco-Pfades mit Informationen zur Wüstung Langel.
Nach dem Ludwig-Emil-Grimm-Blick erreicht ihr das malerische Wasserschloss Elmarshausen – das Schloss kann allerdings nur von außen besichtigt werden. Weiter geht es zum heiligen Schützeberg, dem perfekten Ort für eine Pause. Steigt zum Plateau hinauf: Der herrliche Ausblick belohnt euch garantiert. Eine weitere Tafel erzählt von der ehemaligen Papiermühle auf dem Schützeberger Hof.
Anschließend radelt ihr durch die idyllischen Kolonien Philippinenthal und Philippinenburg, zwei ehemalige Plandörfer mit ganz besonderem Charme. Vorbei an Freckenhausen erhaltet ihr an Station 10 spannende Einblicke in die historische Wolfhager Wasserversorgung.
Im Naturschutzgebiet Glockenborn bietet sich ein kleiner Abstecher zum Todenhäuser Friedhof an. Folgt einfach dem blauen Wölfchen-Piktogramm bis zum Friedhof und kehrt auf derselben Strecke zur Hauptroute zurück. Nehmt euch Zeit, die vielfältige Vogelwelt zu entdecken – und kommt mit etwas Glück den dort weidenden Hochlandrindern ganz nah.
Eine weitere Tafel erinnert an ein Gefecht im Siebenjährigen Krieg, bevor ihr den Graner Berg umrundet. Tafel 10 widmet sich der Wüstung Gran. Wenn ihr noch genug Puste habt, lohnt sich der Aufstieg zum Berg: Dort findet ihr die Überreste der Graner Burg sowie den Freizeitflughafen.
Die Route führt euch anschließend zur Randbebauung Wolfhagens und an einen kleinen Bach, an dem einige Meter bachaufwärts einst der Ort Fredegassen lag. Nach einem kurzen Stück durch die Ortslage geht es wieder ins freie Feld. Mit Blick auf den Wolfhager Stadtwald könnt ihr durch die Bäume die ehemalige Bundeswehrkaserne „Pommernanlage“ entdecken – heute ein Gelände mit Gewerbeansiedlung, Berufsschule und Flüchtlingsunterkunft.
Station 15 weist euch auf den ehemaligen Standort der Kirche des Dorfes Granfeld hin. Auf dem Rückweg nach Wolfhagen passiert ihr schließlich eine alte Zollstelle – die letzte Hinweistafel eures historischen Rundwegs.
Mit dem Pkw besteht die Möglichkeit am P+R Parkplatz am Bahnhof zu parken.
Bahnhof Wolfhagen - ab Willingen und Kassel gut mit den Regionalbahnen zu erreichen.
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