Goldtoni - Alpenbogen A166 Bivacco Giuliano Costa - Rifugio Fratelli Grego
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19.07.2026 Tag 66 Auf meinem Weg von Nizza zurück nach Würflach Heute nehme ich wieder so eine Tour in Angriff wo ich nicht einschätzen kann was auf mich zukommt. Im Internet findet man nichts darüber,...
19.07.2026 Tag 66 Auf meinem Weg von Nizza zurück nach Würflach
Heute nehme ich wieder so eine Tour in Angriff wo ich nicht einschätzen kann was auf mich zukommt. Im Internet findet man nichts darüber, einzig die Bezeichnung T1-T6 auf der Karte sagt etwas über die Schwierigkeit aus. Zeiteinschätzung der Tour ist aber schwierig.
Weg: Dadurch es auf meiner Selbstversorgerhütte kein Frühstück gibt starte ich wieder sehr früh mit nur 2 Müsliriegel im Bauch.
Bereits nach kurzer Zeit durch den Wald führt mein Weg auf eine von weitem sichtbare Scharte hoch. Oben auf der Forcella Clip di Jovel wartet schon ein riesiger Steinbock, der aber, wie ich oben ankomme, nicht mehr zu sehen ist.
Bis hier hoch war der Weg zwar steil und etwas ausgesetzt aber gut zu gehen. Jetzt aber geht’s einen steilen mit Latschen bewachsenen Bergkamm entlang. Die Latschen müssen immer wieder weggedrückt werden um nicht den Hang hinunter zu fallen. Hier geht’s nur sehr langsam voran. Gut sehe ich den weiteren Verlauf des Weges, immer im steilen Gelände, welches in späterer Folge felsig wird, den Kamm entlang. Wieder vergleichbar mit dem Alpinisteig in den Dolomiten. Auch dieser Weg wurde im Krieg gebaut. Teilweise gibt es Seilversicherungen. Eine Stelle bleibt mir besonders in Erinnerung, hier kommt eine extrem steile Geröllrinne herunter. Davor und danach ist eine Seilversicherung. Aber die 5m rüber ist nichts. Die Steine liegen lose in der Rinne und es gibt nichts zum festhalten. Ich sehe 3-4m runter und dann ist nur noch der Abgrund. Die Stöcke ins lose Geröll gerammt gehe ich rüber ohne das ich mit den Füßen richtigen Halt finde. Die Steine rutschen ständig runter. Geschafft aber ich weiß hier gibt es kein Zurück mehr, nur noch vorwärts.
Weiter geht’s über Leitern und durch Felsenstollen, oft schaffe ich nur 2km in der Stunde. Aber wunderschön und vor allem unvergesslich ist der Weg.
Am Ende dieses Weges nehme ich dann noch den Gipfel des Cima Alta mit, hier gibt es eine traumhafte Aussicht. Danach bus ich den Gipfelanstieg wieder runter um den Weg fortzusetzen.
Jetzt gehts nur noch steil bergab bis zum Rifugio Fratelli Grego auf knapp 1400m. Von hier gibts eine Traum Bergkulisse. Ich übernachte hier.

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