Unterweg auf den Spuren der Utzenfelder Hirten
Durch die Utzenfluh, das Schutzgebiet, das mit einer Fläche von rund 84 Hektar wegen der besonderen Tier- und Pflanzenwelt schon im Jahre 1940 unter Naturschutz gestellt wurde, führt die Tour zur Schutzhütte...
Durch die Utzenfluh, das Schutzgebiet, das mit einer Fläche von rund 84 Hektar wegen der besonderen Tier- und Pflanzenwelt schon im Jahre 1940 unter Naturschutz gestellt wurde, führt die Tour zur Schutzhütte im Weideberg "Vorderer Hof", dort kann man nicht nur rasten, sondern sich auch über die Arbeit der Hirten in vergangenen Zeiten informieren.
Wir starten unsere Wanderung am Rathaus in Utzenfeld. Von hier aus führt zunächst ein Wanderweg hinauf in Richtung der kleinen Utzenfluh. Bereits nach wenigen Metern halten wir uns rechts, verlassen den breiteren Wanderweg und entdecken in der Folge rechter Hand das Kriegerdenkmal in Utzenfeld. Kurz danach biegen wir links ab. Wir gehen weiter und werden auf die Lourdesgrotte aufmerksam, die seit über 115 Jahren liebevoll gepflegt wird und die Marien-Statue erleuchtet. Eine Wunderheilung in Verbindung mit einem Gelübde war ursächlich dafür, dass vor 115 Jahren eine kleine künstliche Grotte als heiliger Ort in den Felsen oberhalb von Utzenfeld angelegt wurde. Nach einem kurzen Halt laufen wir weiter und halten uns am nächsten Wegkreuz wieder rechts. Nun sind wir wieder auf dem breiten Weg, den wir kurz zuvor verlassen hatten, um an dem Kriegerdenkmal und an der Lourdesgrotte vorbei zu kommen. Der Wanderweg führt nun hinauf zur Kleinen Utzenfluh, die wir nach 850 Metern erreichen und von wo wir den Ausblick über Utzenfeld genießen. Eine Bank und einen Sonnenliege laden zum Verweilen ein, während uns Informationstafeln über die Besonderheit des Naturschutzgebietes „Utzenfluh“ informieren. Wegen der geologisch bedingten Vielfalt der Bodenbeschaffenheit und der extrem sonnenzugewandten Lage stellt die Utzenfluh eine klimabegünstigte Wärmeinsel dar, in der man rund 250 Pflanzenarten aus verschiedenen mittel- und südeuropäischen Lebensräumen begegnet. Dazu gehören nicht weniger als elf Orchideenarten, acht Farngattungen, eine Vielzahl von Flechten, die seltene Felsenbirne und der Gefleckte Aronstab (Arum maculatum). Auch die Fauna dieses Naturschutzgebietes hat einige Kostbarkeiten aufzubieten. Zu den erlesenen Schmetterlingen zählen Schwalbenschwanz und Segelfalter, zu den Netzflüglern der Schmetterlingshaft (Ascalaphus ascalaphiodes). An der Spitze der Vogelarten steht die seltene Zippammer.
Von der Kleinen Utzenfluh, die sich auf rund 650 Metern über dem Meeresspiegel befindet, führt uns der immer schmaler werdende Pfad vorbei an Geröllhalden und Felspartien durch schattiges Gelände hinauf zur Großen Utzenfluh (750 m). Fast schon majestätisch thront sie über dem 600-Seelen-Dorf, das vor allem durch die Konfitürenmanufaktur Faller bekannt ist. Im weiteren Verlauf unserer Wanderung werden wir noch an ihr vorbeikommen. An der Oberen Utzenfluh führt uns nun wieder ein Wiesenpfad über eine Weidefläche, ehe nach 2,3 Kilometern der höchste Punkt unserer Tour erreicht ist. Wir halten uns links, um dem nun wieder etwas breiteren Weg in Richtung der Schutzhütte zu folgen. Nach einem rund 20-minütigen Fußmarsch biegen wir nach 3,2 Kilometern auf den talwärts verlaufenden breiten Wanderweg nach links ab. Wir erreichen nach weiteren 750 Metern dann schließlich die Schutzhütte, welche im Jahr 2025 neu gebaut wurde und an eine Hütte erinnert, die an derselben Stelle vor 20 Jahren abgerissen wurde. Sie wurde von 1961 bis 1972 von Ernst Bönsch, dem letzten Hirten von Utzenfeld, genutzt. In ihrem Inneren erinnern Infotafeln an die Arbeit der Utzenfelder Hirten und informieren insbesondere über Ernst Bönsch. Wir erhalten hier eine bessere Vorstellung davon, wie der Charakter des Südschwarzwalds durch die Beweidung geprägt wurde und welche wichtige Rolle diese mit Hinblick auf die Offenhaltung der Landschaft spielte.
Nach einer Pause wandern wir auf einem breiten, gut zu gehenden Wanderweg talwärts in Richtung der Landesstraße, welche wir bei Kilometer 5,1 erreichen. Wir passieren die Straße indem wir die Unterführung nutzen und gelangen so schließlich in den Seeweg. Im Seeweg angekommen, entdecken wir die Konfitürenmanufaktur Faller, deren Verkaufsladen zu einem kurzen Abstecher einlädt. Nachdem wir diesen besucht haben, halten wir uns – von unserer ursprünglichen Richtung kommend – links, um den Seeweg zurück in Richtung Ortsmitte zu folgen. An der Hauptstraße gehen wir auf dem Gehweg, um anschließend an der Bushaltestelle „Wiese“ im Ortszentrum nach links abzubiegen. Von hier aus ist der Ausgangspunkt unserer Tour, das Rathaus in Utzenfeld, nur noch wenige Meter entfernt. Hier endet unsere Tour.
Feste Wanderschuhe und eine Rucksackverpflegung ist ein Muss für jede Wanderung.
Parkmöglichkeiten sind beim Rathaus vorhanden
Wer die Tour verlängern will, der wandert von der Hirten-Schutzhütte hinauf zum Almgasthaus Knöpflesbrunnen. Aber Achtung, die Wegstrecke ist zwar nicht weit, aber der steile Anstieg ist nicht zu unterschätzen.
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